Tabakrauch tötet Kinder

 

"Study: Smoking by adults kills hundreds of kids" [Studie: Das Rauchen der Erwachsenen tötet hunderte von Kindern]1

"Smokers are killing their children" [Raucher töten ihre Kinder]2

"Rauchen vor Kindern ist ein Mordversuch, da jeder die Folgen kennt."3

Jedes zweite Kind in Deutschland ist vom Passivrauchen im elterlichen Haushalt betroffen. Das ist wegen der erheblichen Gesundheitsschäden nicht nur grob verantwortungslos, sondern verstößt auch gegen internationales Recht.

In dem "Übereinkommen über die Rechte des Kindes" vom 20.11.1989, Art. 24 Abs. 1 (siehe: Menschenrechte - Ihr internationaler Schutz, S. 214) anerkennen die Vertragsstaaten "das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit". Dieses Recht wird in der Bundesrepublik Deutschland durch die Qualmerei in Gegenwart von Kindern tagtäglich millionenfach grob fahrlässig oder vorsätzlich verletzt, und zwar mit Billigung des Staates und der Gerichte.

Der Fötus der rauchenden Mutter bekommt zu wenig Luft, und sein Geburtsgewicht wird um bis zu 10 % reduziert. Wegen des Sauerstoffmangels kann es zu Gehirnschäden kommen! Eine erhöhte Neugeborenensterblichkeit, Frühgeburten, plötzlicher Kindstod und eine mangelhafte intellektuelle und emotionale Entwicklung sowie Störungen im Verhalten des Kindes sind weitere Konsequenzen. Aber nicht nur das  Aktiv-, sondern auch das Passivrauchen der Mutter während der Schwangerschaft führt manchmal zu lebenslangen Schäden, insbesondere zu schweren Mißbildungen und sogar zum Tod des Kindes vor oder nach der Geburt. Der Samen eines nikotinsüchtigen Mannes reicht allein schon aus, um Fehlgeburten, Erbschäden und ein erhöhtes Krebsrisiko des Kindes zu verursachen. Sogar Unfruchtbarkeit bei Frauen ist zuweilen auf eine Tabakrauchvergiftung rückführbar.

Außerdem untergräbt das Rauchen die Moral soweit, daß Eltern in ärmeren Ländern sogar die eigenen Kinder verhungern lassen, um ihre Sucht finanzieren zu können. Bis zu 500.000 Kinder werden auf diese Weise jährlich der Tabakdroge geopfert.

Raucher sind für das Leid von vielen kranken, mißgebildeten, hirngeschädigten und unterernährten Kindern verantwortlich, ebenso natürlich die Hersteller, Werber und Verkäufer dieser Massenvernichtungsdroge.

Schon mehrmals erzählten mir schwangere Frauen und Frauen mit Kindern, wie sehr sie darunter litten, daß sie und ihre Kinder an vielen Orten dem Zigarettenrauch ausgesetzt seien. Es soll Kinder geben, die, nach ihrem Geburtstagswunsch befragt, nur äußerten, ohne Rauchbelastung leben zu wollen.

Insbesondere den Kindern gegenüber ist es unverantwortlich, das Rauchen weiterhin zu legitimieren, und zwar aus folgenden Gründen:

1.

Wegen möglicher Erbschäden durch das Sperma eines Nikotinsüchtigen.

2.

Wegen Schäden des Embryos durch Passiv- oder Aktivrauchen der schwangeren Mutter.

3.

Wegen Gesundheitsschäden beim Kind durch direkt eingeatmeten Tabakrauch.

4.

Durch Rauchen in der Öffentlichkeit entsteht beim Heranwachsenden der Eindruck von etwas Normalem und Harmlosen; denn "wenn es wirklich so gefährlich wäre, hätte der Staat das doch längst verboten", denkt sich ein Kind. Folglich ist die Hemmschwelle für den Einstieg in diese Sucht erheblich niedriger.

5.

Die Tabakwerbung suggeriert, Rauchen sei etwas Positives und wirkt auf einer Ebene, die vom Kind (und nicht nur von ihm) im allgemeinen nicht durchschaut werden kann.


In Wirklichkeit hat der Zigarettenkonsum ausschließlich zerstörende Wirkung auf das Gemeinwohl in Form von Naturzerstörungen infolge des Tabakanbaus, katastrophalen Gesundheitsschäden, Bränden wegen weggeworfener Kippen, Spaltung der Gesellschaft in Raucher und Nichtraucher und der Provokation sozialer Konflikte.

Die Tabakwerbung richtet sich laut TAZ4 und unter Berufung auf vertrauliche Strategiepapiere der Tabakindustrie sogar direkt an Kinder und Jugendliche. Das nenne ich Verführung Minderjähriger zum Drogenmißbrauch! Es ist unfaßbar, daß solche Verbrechen an den Kindern vom Staat legalisiert sind!


1 BOSTON HERALD; entnommen aus: SMOKING AND HEALTH REVIEW, Jahrgang XXVI, Nr. 3, May-June 1996, Seite 6
2 SMOKING AND HELTH REVIEW, Jahrgang XXVI, Nr. 4, July-August 1996, Seite 2
3 DAUNDERER: Klinische Toxikologie - 102. Ergänzungslieferung 1/96, S. 13
4 10.07.1992, "Die Raucherepidemie tötet Millionen"